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Pavlova (im Sahne-Tutu)

5 Mai

Unkompliziert. Optisch aufregend. Geschmacklich unübertroffen.

Die Pavlova kreierte ein australischer oder neuseeländischer Patissier – der Streit um den wahren Erschaffer ist noch nicht ausgefochten – Anfang des letzten Jahrhunderts. Und zwar zu Ehren der großartigen Ballerina Anna Pawlowna Pawlowa. Der Baiserboden der Pavlova-Torte soll vermutlich ein kulinarisches Zitat des riesigen weißen Tutus der berühmten Tänzerin darstellen.

Wobei: Frau Pavlova dürfte diese Sahnebombe wohl kaum gegessen haben – die Torte passt doch eher zum Ernährungsstil eines Sumoringers als dem einer Primaballerina.

Mein Glück: Ich habe keine Ambitionen mehr, zart über die Bühnen der Welt zu schweben. Also kann ich nach Herzenslust schlemmen – und empfehle die Pavlova unbedingt weiter.

Für den Boden:

  • 4 Eiweiß
  • 200g Zucker
  • 4 TL Maizena (Maisstärke)
  • 1 TL Essig Salz

Für die Creme:

  • 250g Sahne
  • 150g Mascarpone
  • 1 Päckchen Vanillezucker oder Mark einer Vanilleschote plus etwas Zucker

Oben drauf: Beeren

Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren

oder

Kiwi, Passionsfrucht, Mango – alles in kleine Stücke geschnitten

Das Tutu backen

Eiweiß mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät halbfest schlagen. Langsam den Zucker einrieseln lassen und so lange weiterschlagen, bis die Masse fest ist.

Nun die Maisstärke und den Essig einrühren – es entsteht eine sehr klebrige und glänzende Baisermasse. Essig und Stärke verhindern, dass der Boden beim Backen fest wird – der Kern bleibt marshmallowartig weich und klebrig.

Backofen auf 120°C vorheizen.

Backpapier auf die Größe des Backblechs zuschneiden und mit Bleistift einen Kreis zeichnen – so groß eben, wie der Teigboden später werden soll. Am besten nimmt man dazu einen Teller oder eine Tortenform in der passenden Größe.

Das Backpapier umdrehen (wir wollen schließlich den Bleistift nicht mitessen) und aufs Blech damit.

Nun die Baisermasse gleichmäßig auf dem Kreis verteilen.

Mindestens 2 Stunden oder länger backen – währenddessen immer wieder kontrollieren, dass die Temperatur nicht zu hoch ist, denn das Baiser darf nicht bräunen. Aber das hat nur optische Gründe. Besser also nicht verzweifeln, wenn das Ergebnis nicht ganz schneeweiß ist.

Nach dem Ende der Backzeit den Pavlova-Boden noch im Backofen auskühlen lassen.

Keine halben Sachen: die Sahne-Creme fürs Tutu

Sahne mit Vanillezucker steif schlagen, Mascarpone unterheben. Fertig.

Vereinen, was zusammengehört

Ein paar Stunden vor dem Servieren:
Die Creme auf dem Baiserboden verteilen. So haben beide Zeit, sich aneinander zu gewöhnen und der Übergang zwischen ihnen wird fließend.

Kurz vor dem Servieren:
Großzügig die gesäuberten und trockenen Beeren auf die Creme geben. Je mehr desto besser.

Zum Servieren:
Tanzen. Aber dazu besser noch einmal das Original ansehen:

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