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Marillenkuchen. Klein.

29 Mai

Sehen etwas blass aus, die Kleinen. Ein wenig Puderzucker hätte ihnen vermutlich ganz gut getan – aber kaum waren sie da, waren sie auch schon wieder weg. Aufgegessen.

Damit sie nicht vollständig dem Vergessen preisgegeben sind, dokumentiert À la tarte den Werdegang der kleinen Marillen-Kuchen. Ein biographisches Rezept sozusagen. Man nehme:

  • 125g weiche Butter
  • 160g Zucker
  • Mark einer Vanilleschote oder 1 TL Vanille-Essenz
  • 2 Eier
  • 200g Mehl
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 6 reife Marillen (ja, das sind Aprikosen – aber das bringe ich einfach nur schwer über die Lippen)
  • 2 TL Puderzucker

Butter, Zucker und Vanille schaumig schlagen. Die Eier kommen nach und nach dazu – so  lange schlagen, bis eine gute Konsistenz erreicht ist. Backpulver mit dem Mehl mischen und in die Masse sieben. Gut darunterheben.

Den Ofen vorheizen – auf 160 Grad.

Die Früchte entsteinen und in dünne Spalten schneiden.

10-12 kleine Papierförmchen oder entsprechend gebasteltes Backpapier mit jeweils einem Zwölftel des Teiges füllen. Die Fruchtspalten auf der Oberfläche geordnet auffächern oder wild verteilen. Falls die Früchte noch sehr sauer sind: mit Puderzucker bestäuben.

Etwa 25 Minuten backen – mit einem Holzstäbchen oder spitzen Messer lässt sich leicht testen, ob die kleinen Kuchen durchgebacken sind.

Rausnehmen. Abkühlen lassen. Vor der Meute schützen. Dann noch mit Puderzucker verschönern.

Blasser Einstieg – bunter Abschluss

Frau Feist bringt uns etwas Farbe ins Bild und in die Ohren – ein wunderbares Hörvergnügen wünscht À la tarte!

Gegen Dunkelheit: Schokokuchen und Black Keys

21 Nov

Ich war mal kurz weg. Zum Rolling Stone Weekender an der Ostsee, letztes Wochenende. Und es war richtig toll. Das Wetter spielte zwar nur in Maßen mit – es regnete beinahe durchgehend und eiskalter Wind blies uns draußen um die Nase. Aber bei den Konzerten war es trocken und absolut großartig. Eine völlige Neuentdeckung für mich: The Black Keys. Selten habe ich zwei so energiegeladene Musiker auf der Bühne erlebt.

Das hebt die Stimmung. Zumal sich die Stadt seit meiner Rückkehr durchgehend dunkelgrau präsentierte. Nur aufgelockert von etwas Nebelreißen und Nieselregen.

Was also tun, um nicht im Spätherbst-Krisensumpf zu versinken?

À la tarte empfiehlt: Kuchen essen und Musik hören. Laut.
Dunklen Schokokuchen gegen die grauen Nebel, Black Keys gegen trübe Novembertage.

  • 200g Zartbitterkuvertüre
  • 200g Butter
  • 100g Mehl
  • 300g Zucker
  • 6 Eier

Erstmal den Ofen auf 180°C vorheizen und eine Springform suchen – 26 cm Durchmesser sind perfekt. Wer nachher nicht schrubben mag, kleidet die Form mit Backpapier aus.

Die Kuvertüre und die Butter schmelzen. Der Einfachheit halber benutze ich dafür die Mikrowelle, Puristen machen das im Wasserbad.

Eier, Zucker und Mehl sehr schaumig schlagen und langsam die Schokoladenbutter einrühren.

In die Form füllen und im heißen Ofen etwa 40 Minuten backen. Dieser Kuchen schmeckt am allerbesten, wenn er nicht vollständig durchgebacken ist – er muss in der Mitte also noch schön klebrig sein.

Kaum Zutaten, wenig Aufwand. Das klingt nicht besonders aufsehenerregend, aber dieser Schokoladenkuchen hat es absolut in sich. Wer will, kippt noch etwas Crème Anglaise darüber, aber eigentlich braucht er keine weitere Begleitung.

Und schon scheint ein bisschen die Sonne.

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