Kezét csókolom! Dobostorte à la tarte

30 Mrz

Zum Geburtstag wollte ich mir was Besonderes gönnen. Dass es in einen zweistündigen Nervenkrieg ausartet, weil die Schokoladencreme gerinnt, wo sie nicht soll, daran hatte ich zwar nicht gedacht, aber es dennoch überstanden. Und das Ergebnis ist so übel nicht geworden – also mal rein optisch zumindest. Angeschnitten und verkostet wird sie erst morgen, die Dobostorte.

Die Dobostorte ist eine absolute Berühmtheit unter den österreichisch-ungarischen Kaffeehaustorten. Ein Hoch auf Jószef Dobos, der diese Köstlichkeit Ende des 19. Jahrhunderts kreierte. Mehr zur Geschichte sowie angeblich das Originalrezept gibt es hier.

Mein Rezept habe ich aus Wiener Küche von Adolf und Olga Hess. Denn das ist das Buch, mit dem bereits meine Großmutter kochen und backen gelernt hat. Und vielleicht davor schon ihre Mutter. Mein Tipp: Kommt nicht auf die blöde Idee, bei der Schokoladencreme aus Fetthaltigkeitsgründen Experimente zu starten. Das kann in die Hose gehen. Also schön ans Rezept halten, dann klappt es auch.

Zutaten für die Tortenböden:

  • 4 Eier
  • 140g Kristallzucker
  • 120g Mehl
  • 1 TL Backpulver

Für die Schokoladencreme:

  • 250g Butter
  • 150g Zartbitterschokolade
  • 80g Puderzucker
  • 1 Eidotter
  • Und für die Karamellglasur noch 150g Kristallzucker

Zuerst die Tortenböden backen:

Und los geht’s: Die Eier trennen und Eischnee schlagen. Dann die Dotter und den Zucker schaumig schlagen. Den Schnee mit der Masse vorsichtig vermengen und das Mehl unterheben.

Auf Backpapier die Umrisse einer Tortenform nachziehen – insgesamt brauchen wir 6-8 Kreise. Nach dem Original setzt sich die Torte aus exakt sechs Schichten plus einer Karamelldekoschicht zusammen, aber wir müssen ja nicht päpstlicher sein als der Papst. Es werden so viele Schichten, wie es vom Teig und der Größe passt. Weil ich keinen Bleistiftgeschmack auf meinen Tortenböden mag, drehe ich das Backpapier um. Die Kreise sieht man trotzdem noch. Auf Backbleche legen.

Backofen auf 160°C Umluft vorheizen. Den Teig gleichmäßig auf alle Kreise verteilen und möglichst glatt verstreichen.

Etwa 5-10 Minuten goldbraun backen. Noch warm vom Papier lösen und mit dem Tortenring ausstechen, damit alle Böden gleich groß sind.

Nun zur Schokoladencreme:

Schokolade schmelzen. Butter schaumig rühren. Schokolade, Puderzucker und Dotter dazugeben und alles schaumig rühren.

Der Turmbau

Den schönsten Boden zur Seite legen, den brauchen wir für die Karamelldeko. Die restlichen Böden jeweils mit Schokocreme bestreichen und aufeinandersetzen. Mit der restlichen Creme abschließen und auch am Rand schön verstreichen.

Karamelliger Abschluss

Die übrig gebliebene Teigplatte kommt nun wieder auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Ein großes Messer mit Butter bestreichen.

In einem Topf den Zucker erhitzen und hellbraun zu Karamell schmelzen. Das Karamell über die Teigplatte gießen und gleichmäßig mit dem befetteten Messer verstreichen. Eventuell noch einmal nachfetten und die Platte in Stücke teilen. Da ich nur eine Mini-Variante gemacht habe diesmal, sind es auf dem Foto nur 8 Stücke, bei normalen Tortengrößen wären es dann 12. Schnell sein dabei, die Glasur darf noch nicht ganz fest sein. Überstehendes Karamell abschneiden.

Die Torte mit den Karamellstücken belegen und kaltstellen.

Küss die Hand und guten Appetit!

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