Twist and shout – Rugelach!

17 Feb

Weil sich in letzter Zeit die Zahl der USA- und Israel-Reisenden in meinem Umfeld häuft und ich hier grad eh nicht wegkomme, gibts heute was Jüdisches.

Gerollt und gedreht

Eigenartiger Name: Rugelach – oder Rugalach bzw. Rugalech – kommt aus dem Jiddischen und bedeutet so etwas wie little twists, also kleine Drehung oder Kringel. Und damit kann man sich schon in etwa vorstellen, wie diese kleinen Gebäckstücke aussehen: eingerollt.

Die Rugelach sind ein jüdisches Gebäck europäischen Ursprungs (da wurden sie noch aus Hefeteig bereitet). Mit den Emigranten kamen die Röllchen in die USA, nur veränderte sich hier die Rezeptur – Frischkäse kam in den Teig. Rugelach werden dort gerne (aber nicht nur) zu Chanukka gereicht.

Süß oder vielleicht auch salzig

Je nachdem, welche Füllung verwendet wird, kann man Rugelach natürlich das ganze Jahr über essen. Will man was Fruchtiges, füllt man sie mit Fruchtmus oder Marmelade und Nüssen, sollen sie einen weihnachtlich anmutenden Touch haben, kommt eine Prise Zimt dazu. Auch eine pikante Variante ist möglich – vielleicht mit Ziegenkäse und Pesto oder Schinken? Eigentlich ist da so einiges denkbar.

Auf jeden Fall sind es grandiose Häppchen für ein Buffet oder einfach so zum Naschen am Sonntagnachmittag.

Das Grundrezept zu den Rugelach entdeckte ich in der Zeitschrift „Essen und Trinken“ (Rezept von Cynthia Barcomi) – eine Stunde Wartezeit im Rostocker Bahnhof müssen schließlich erst einmal vernünftig überbrückt werden.

Für die salzigen Rugelach-Varianten einfach Puderzucker und Vanille aus dem Teig weglassen.
Die Zitrone hatte ich beim letzten Mal auch nicht drin, und mir ist nicht wirklich ein Unterschied aufgefallen. Wer will, zitront eben, wer faul ist, lässt es sein.

Teig

  • 280g Mehl
  • 30g Puderzucker
  • etwas Salz
  • ½ TL Vanillearoma (mir schmeckt echte Vanille besser, wenn also eine Schote da ist, nehme ich die)
  • 230g kalte Butter in Würfeln
  • 230g Frischkäse
  • ½ TL Zitronensaft
  • Puderzucker zum Bestäuben

Schoko-Füllung

(Von der Füllung ist mir das letzte Mal ziemlich viel übriggeblieben – man kann die Reste gut für das nächste Mal Rugelach aufheben)

  • 50g gehackte Walnüsse
  • 150g Zartbitterschokolade (ebenfalls gehackt)
  • 50g Zucker
  • ½ TL Zimt

Kneten

Für den Teig die trockenen Zutaten vermischen und dann mit Butter, Frischkäse und Zitrone rasch verkneten. Im Grunde wie beim Mürbteig: schnell arbeiten, damit das Fett nicht schmilzt, trotzdem ordentlich kneten, damit sich alles gut verbindet.

Den fertigen Teig nun in vier Kugeln teilen, jeweils in Frischhaltefolie wickeln, flach klopfen und im Kühlschrank etwa 2 Stunden oder länger kühlen. Natürlich lässt sich der Teig auch einfrieren.

Inzwischen: Füllung machen

Das geht ganz schnell, denn die Zutaten müssen einfach nur vermengt werden. Fertig.

Backofen auf 185°C vorheizen.

Intwistidy (oder: Das ewige Röllchen)

Auf der bemehlten Arbeitsfläche nun aus jedem Teigfladen einen Kreis von etwa 25 cm Durchmesser ausrollen. Wer ganz exakt geformte Rugelach haben möchte, legt einen Teller (oder was Ähnliches in der Größe) auf den Teig und schneidet überstehenden Rand weg. Es geht aber auch ohne perfekte Kreisform.

Den Kreis mit einem großen Messer zwölfteln (wie eine Torte, aus dem 12 Stücke geschnitten werden).

Die so entstandenen 12 Dreiecke ausgiebig mit der Füllung bestreuen und von der breiten Seite her aufrollen.

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und etwa 10-15 Minuten goldbraun backen.

Die abgekühlten Rugelach mit Puderzucker bestreuen.

Happy End

Schmecken lassen, vor Freude jauchzen!

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3 Antworten to “Twist and shout – Rugelach!”

  1. fitundgluecklich 18. Februar 2011 um 06:56 #

    schauen sehr lecker aus!!

  2. alatarte 18. Februar 2011 um 13:02 #

    Nach verbaler Dresche von Seiten meiner (brutalen) großen Schwester möchte ich ergänzen: Die Rugelach sind natürlich so etwas wie kleine Kipferl – ungebogen zwar, dennoch unverkennbar nah verwandt.

Trackbacks/Pingbacks

  1. emil + kai. everyday cuisine » Blog Archive » rugelach - 10. Dezember 2011

    […] liebsten zu chanukka gereicht wird, ist hierzulande fast noch ein geheimtipp, den wir gerne teilen. hier gefunden. Print PDF […]

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