Zum Frühstück nur das Beste: Brioche!

6 Jan

Jetzt haben wir eben erst die Weihnachtsfeiertage und Silvester überstanden. Radio, Fernsehen & Co bewerben wenig hintergründig Diät-Trinks, Fitness-Klamotten und Mitgliedschaften im Sportstudio. Als müsste irgendetwas gesühnt werden. Ich habe es in vollen Zügen genossen, das gute Essen, und will mich nicht dafür schämen. Wenn ich mir also was aussuchen darf für das nächste Sonntags-Frühstück, dann sind das frische, dampfende, duftende Brioche. Mit Butter, die flüssig auf die Finger tropft, und Marmelade obendrauf.

Mag jemand mitessen? Dann nur zu, hier ist Michel Roux’ Rezept für himmlische Brioche (aus „Pastry“) – kurzerhand von À la tarte ins Deutsche übersetzt

  • 70ml lauwarme Milch
  • 15g frische Hefe
  • 500g Mehl
  • etwas Salz
  • 6 Eier
  • 350g weiche Butter
  • 30g Kristallzucker

(Diese Menge ergibt etwa 1,2kg Teig. Das ist viel. Entweder halbiert man also alles oder friert einen Teil davon ein. Das funktioniert hervorragend, wenn der Teig gut verpackt nicht länger als 2 Wochen im Tiefkühler bleibt. Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.)

Kneten, kneten, kneten

Lauwarme Milch mit der Hefe in eine Tasse geben und vermischen, bis sich alles aufgelöst hat. Mehl mit Salz und Eiern in der Küchenmaschine (Knethaken) vermengen, nach und nach die Hefe-Milch-Mischung zugießen. Bei mittlerer Geschwindigkeit etwa 5 Minuten kneten lassen.

Teigreste, die sich am Schüsselrand abgesetzt haben, mit einem Spatel runterschaben, dann alles noch einmal etwa 10 Minuten kneten lassen. Jetzt müsste der Teig eine weiche und elastische Konsistenz haben.

Durch die Verwendung der Küchenmaschine haben wir die Hände frei. Während es also knetet, vermengen wir Butter und Zucker mit dem Handrührgerät.

Diese Mischung wird nun bröckchenweise und bei geringer Geschwindigkeit mit dem Teig verknetet. Sobald die Zucker-Butter vollständig eingearbeitet ist, die Maschine hochdrehen und erneut 10 Minuten kneten lassen.

Der Teig muss nun sehr weich und glänzend sein und sich zudem leicht vom Schüsselrand lösen lassen.

(Es kommt bei diesem sehr fettigen Hefeteig tatsächlich sehr darauf an, ihn lange zu kneten. Besser also noch ein paar Minuten draufschlagen! Mein erster Versuch misslang, weil ich faul war und alles schnell erledigt haben wollte. Als Ergebnis hatte ich dann einen sehr matschigen Teig, der nicht aufgegangen ist.)

Ausruhen

Ein sauberes und trockenes Küchentuch über die Schüssel breiten und den Teig bei etwa 24°C zwei Stunden gehen lassen. Er sollte danach um das Doppelte aufgegangen sein.

Anschließend mit den Händen kurz durchkneten. Erneut abdecken und für einige Stunden in den Kühlschrank stellen – jedoch nicht länger als 24 Stunden. Ich bereite den Teig gerne am Abend vor, kühle ihn dann über Nacht und kann am Morgen die Brioche fürs Frühstück backen.

Stunden später

Kleine Brioche-Formen mit Butter einfetten und mit Teigkugeln füllen. Wer hübsche Backwaren haben will, bepinselt die Oberfläche mit einer Mischung aus 1 Eigelb und 1 Teelöffel Milch.

Noch einmal 30 Minuten gehen lassen und im vorgeheizten Backrohr bei 180°C ca. 10 Minuten backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Genießen

Butter, Marmelade oder Nutella drauf und der Tag kann beginnen!

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2 Antworten to “Zum Frühstück nur das Beste: Brioche!”

  1. keule 2. Februar 2011 um 17:52 #

    Ich hab mich letztes Wochenende an die Brioche gewagt. Erst dachte ich, dass der Teig nicht genug aufgegangen ist, aber sie sind wirklich gut geworden. Lg, keule

    • alatarte 5. Februar 2011 um 10:01 #

      Das Problem kenne ich – durch die große Menge an Butter wird der Teig wirklich sehr schwer und das letzte Mal war meine Hefe wohl auch nicht mehr die jüngste, sodass der Teig erst nur marginal aufging. Spätestens beim Backen aber geht dann immer noch was …

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